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Neues aus der Nanotechnik
von nbo
24.4.2008
"Nanotechnologie" wovon sprechen wir eigentlich?
In Fortsetzung meines Eintrages vom 15.4. hier noch zwei Texte, die sich der mit den "Storylines", den Narrationen der Nanotechnik beschäftigen: Der eine ist eine kurze Positionsbestimmung von mir, die ich als Statement für die am 6.5. in Berlin stattfindende Nanotech-Tagung der Verbraucherzentrale-Bundesverband geschrieben habe.
Der andere ist ein äußerst lesenswerter Artikel von Joscha Wullweber, der kräftig gegen den Mainstream gebürstet ist. Obwohl ich in einigen Punkten anderer Meinung bin als er, liefert er einen sehr guten und hierzulande leider doch seltenen Denkanstoß in der Frage, welche Interessen die nanotechnische Entwicklung eigentlich vorantreiben:
Joscha Wullweber - "Der Mythos Nanotechnologie. Die Entstehung und Durchsetzung einer neuen Inwertsetzungstechnologie"
15.4.2008
Nano-Tacheles
Am 12.4. fand in Hamburg der erste Bürgerdialog des vom BMBF geförderten Projektes NanoCare statt (an dem ich als Moderator teilgenommen habe), dem weitere in München und Dresden folgen werden. Grundsätzlich sind diese Veranstaltungen, die sich möglichen Risiken der Nanotechnik widmen, notwendig und sehr begrüßenswert. Denn sie kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die nanotechnische Entwicklung durchaus noch gestaltbar ist. Allerdings hat der Hamburger Dialog drei Knackpunkte offenbart, die die Debatte derzeit erschweren. Mehr...
9.4.2008
Da stinkt was!
Socken mit Nanosilber sollen Käsefüße verhindern. US-Forscher zeigen nun: In einigen Fabrikaten ist das Material nach wenigen Waschgängen entfernt - und landet als möglicherweise toxische Substanz im Abwasser. Mehr...
12.3.2008
Lecker nano?
Ein neuer Report von Friends of the Earth und BUND bietet erstmals einen wirklich systematischen Überblick über "Nanofood". Vor allem die Lebensmittelindustrie sollte den Ball aufnehmen und den Argwohn der Verbraucher ernst nehmen. Mehr...
Februar.2008
Nano-Update 08.1
Im Greenpeace Magazin habe ich einen Überblick zum Stand der Risikodebatte und den wichtigsten Strömungen in der derzeitigen Nanotechnik verfasst. "Riskante Zwerge" hat die Redaktion das Stück betitelt. Das ist mir persönlich etwas zu negativ, denn der "Bright Green"-Ansatz der NT (nach einem Begriff von Richard Jones) ist es wert, genauer betrachtet zu werden. Aber es gibt auch ernst zu nehmende Kritik an der Risikoforschung. Der Text als PDF.
30.1.2008
Wann fällt der Schuss?
Wenn Nano-Zertifikate verliehen werden, bevor ihre Kriterien ausformuliert sind, stimmt etwas nicht. Irgendwann haben wir 20 davon. Eine kleine Kritik, die erstaunlich schnell Wirkung zeigte. Mehr...
25.1.2008
Auf dem Weg zum künstlichen Leben
Forschern des Venter-Instituts ist es gelungen, erstmals ein ganzes Bakteriengenom mit Hilfe von Hefezellen zu synthetisieren. Die Arbeit markiert einen weiteren Meilenstein der Venterschen Roadmap zum Leben 2.0. Aber das ist noch nicht der ganz große Wurf. Wir haben das künstliche Chromosom noch nicht 'gebootet, sagt Craig Venter. Mehr...
19.12.2007
Schimpfen ist Silber, Reden ist Gold
Reden wir über Nanopartikel: Wie man das konstruktiv macht und zu interessanten Ergebnissen kommt, zeigt zum Beispiel das von der Schweizer Stiftung Risiko-Dialog moderierte CONANO-Projekt. Mehr...
11.12.2007
Da geht's lang
Drexler'sche Utopisten und Nanorealisten können also doch miteinander reden und haben eine bemerkenswerte "Roadmap für produktive Nanosysteme" entworfen. Die will die Nanoforschung auf zwei strategische Ziele fokussieren: Energie und Medizin. Mehr...
27.11.2007
"Nanotechnologie ist ein gesellschaftliches Konstrukt"
Der Darmstädter Wissenschaftsphilosoph Alfred Nordmann untersucht die Entwicklung der Nanotechnik seit längerem, unter anderem als Leiter des Nanobüros. Im Gespräch äußert er sich über den eigentümlichen Zwittercharakter des Feldes als Technoscience, über Gründungsmythen und vollmundige Versprechungen sowie über eine kritische Begleitung der Nanotechnik durch die Philosophie. Mehr...
10.11.2007
Das kleinste Radio der Welt
Alex Zettl und seine Kollegen von der Uni Berkeley haben wieder zugeschlagen: mit einem "Nanoradio". Kernstück ist eine Nanoröhre, die vier Module herkömmlicher Radios in sich vereint und damit erneut demonstriert, wie scheinbar altmodische elektromechanische Prinzipien in Nanomaschinen ausgenutzt werden können. Mehr...
22.10.2007
Das Plutonium der Biotechnik?
Das J. Craig Venter Institute hat in dem Report Synthetic Genomics: Options for Governance vorläufige Antworten vorgelegt, wie die potenziellen Risiken der Synthetischen Biologie kontrolliert werden könnten. Wir haben Optionen für eine Regulierung formuliert, die Sicherheitsrisiken reduzieren sollen, ohne Forschern, Industrie und Regierung ihre Arbeit über Gebühr zu erschweren, sagt Michele Garfinkel, Analystin des Instituts. Damit soll Bioterrorismus vorgebeugt und die Sicherheit in Laboren und ihren Umgebungen gewährleistet werden. Mehr...
10.10.2007
Technoscience und Folklore
Der Physiknobelpreis geht in diesem Jahr an die Nanotechnik. Damit wird die Tatsache ausgezeichnet, dass der Wissenschaftsbetrieb sich längst von der Suche nach Erkenntnissen zur Know-how-Industrie gewandelt hat. Mehr...
7.9.2007
Bioingenieure basteln an Leben 2.0
Forscher wollen künstliche Lebensformen erschaffen. Das wirft nicht nur eigentumsrechtliche Fragen auf. Aus dem Material lassen sich auch Biowaffen bauen. Eine kleine Bestandsaufnahme der Synthetischen Biologie. Mehr...
28.8.2007
Eine Eieruhr zum Selberdrucken
Zur Idee der Personal Fabrication gehört auch eine druckbare Elektronik. Ein Forscherteam hat dank Nanoeffekten ein Verfahren gefunden, dass die Präzision dabei deutlich erhöht und den Energieaufwand beim Lasersintern vermindert. Mehr...
3.8.2007
Abschied von der Nanovision
Atome sind keine Legosteine. Wer molekulare Maschinen bauen will, muss die besonderen Gesetze der Mikrowelt berücksichtigen. Ein Realitätscheck des Nanomaschinenbaus 15 Jahre nach Eric Drexlers "Nanosystems". Mehr...
31.7.2007
Hirn-Viagra
Die EU-Kommission will verhindern, dass die Nano-Forschung für eine fragwürdige Verbesserung des Menschen, ein "Human Enhancement", missbraucht wird - aber sie geht von der falschen Frage aus. Mehr...
30.7.2007
Die Suche nach dem richtigen Dreh
Die Spintronik gilt als eine der Alternativen, die die heutige Halbleiterelektronik ablösen könnten. Zwei neue Forschungsarbeiten liefern nun wichtige Hinweise für den Bau eines künftigen Spin-Transistors. Mehr...
26.6.2007
Die schwierige Suche nach dem Minimalgenom
Die "Synthetic Biology 3.0" bringt drei Erkenntnisse: Der Biomaschinenbau steht erst am Anfang, das Venter-Institut ist nicht so weit wie vermutet - und während die Amerikaner ans Business denken, suchen die Europäer die Anfänge des Lebens. Mehr...
20.6.2007
Geckoman statt Spiderman
Der Prototyp eines neuen Haft-Tapes mag zwar keine weltbewegende Innovation hervorbringen, zeigt aber, was Nanotechnik ausmacht. Mehr...
18.6.2007
"Das Rennen ist offen"
Interview mit Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF, über die Kommerzialisierungsschwäche der deutschen Nanotech-Szene, die Bedeutung der Nanotechnik für Umweltprobleme und die Strategie hinter der Nanotech-Förderung der Bundesregierung. Mehr...
12.6.2007
Der Billionen-Dollar-Organismus
Der Biotech-Rebell Craig Venter hat einen neuen Coup gelandet: die US-Patentanmeldung auf die erste synthetisierte Lebensform. Kritiker befürchten, dass damit ein weit reichendes Monopol in der Synthetischen Biologie entstehen könnte. Mehr...
1.6.2007
Chemische Vergangenheitsbewältigung
Heute tritt eines der größten Regelwerke in Kraft, die die EU je beschlossen hat: das europäische Chemikalienrecht REACH. Wird es zum teuren Wirtschaftshemmnis? Und führt es zum großen Schlachten, weil Millionen zusätzlicher Tierversuche nötig werden? Mehr...
22.5.2007
Diamond Age statt blauer Dunst
Ein neues nanosensorisches Verfahren für die Kriminaltechnik lässt die Nanotechnik in einem nicht ganz so sympathischen Licht erscheinen. Mehr...
8.5.2007
Nano ist öko II
Zwei neue Berichte leuchten das Potenzial einer "grünen" Nanotechnik aus - und in den USA wird es schon bald ganz oben auf der Agenda stehen. Mehr...
16.4.2007
Nano ist öko
Seit einigen Monaten beschäftigt mich ein beunruhigender Gedanke: Der Nanotechnik fehlt eine wirklich große Storyline. Sie ist bislang so dröge wie ein Mainframe-Rechner in den frühen Siebzigern. Mehr...
5.3.2007
"Wir dachten, Deutschland würde mehr Aktivität entfalten"
Interview mit Pat Mooney von der kanadischen Umweltorganisation ETC Group über die Notwendigkeit eines Gefahrensymbols für Nanomaterialien, den Stand der Nanorisikodebatte und nützliche Anwendungen von Nanotechtnik. Mehr...
28.2.2007
Ein Lichtblick für die Nanosicherheit
CENARIOS, kurz für Certifiable Nanospecific Riskmanagement and Monitoring System, ist das erste Nano-Gütesiegel für Unternehmen und soll den sicheren Umgang mit Nanotechnologien fördern. Mehr...
23.2.2007
Der molekulare Kampf gegen den Krebs 2.0
Mit Hilfe von funktionalisierten Nanopartikeln wollen Forscher in den kommenden zehn Jahren eine der größten Geißeln der Menschheit bannen - doch der Stand der Forschung ist noch unübersichtlich. Eine vorläufige Bestandsaufnahme. Mehr...
13.2.2007
Nano-Elvis vs. Nano-Beatles
Eine Gruppe britischer Forscher hat drei Projekte konzipiert, die den Traum des Solokünstlers Drexler doch Realität werden lassen könnten: einen computergesteuerten Materie-Compiler. Mehr...
25.1.2007
Das Beste aus beiden Welten
Hewlett-Packard-Forscher wollen Nano- und Siliziumelektronik zu einem neuen Chip kombinieren, der das Ende der konventionellen Chiptechnik noch einmal um einige Jahre hinauszögern und zugleich die Nanoelektronik endlich auf den Weg bringen könnte. Mehr...
16.1.2007
Wem gehören die Nanotubes?
In einer Phase, in der die Nanotechnik vielerorts noch nicht über das Laborstadium hinausgekommen ist, könnte gerade das Instrument, das Innovation fördern soll, zu einem Hindernis für ihre weitere Entwicklung werden: das Patensystem. Mehr...
10.1.2007
Zähe Zeitgenossen
Kohlenstoffnanotubes stehen seit längerem im Verdacht, toxisch zu sein. Bislang wusste man allerdings nicht, wie sie sich in der Umwelt verhalten. Eine US-Studie zeigt: In natürlichen Gewässern bleiben sie einen Monat als Schwebeteilchen verteilt. Mehr...
4.1.2007
DNS: das Silizium der Nanotechnik
Der präzise programmierte Zusammenbau von Molekülen gilt seit langem als der Heilige Gral der Nanotechnik. Zwei Forschungsteams haben wegweisende Arbeiten für einen solchen Nanomaschinenbau auf Basis des Genmaterials DNS vorgestellt.
Mehr...
7.12.2006
Reality-Check Nanotechnik in der FTD
Gemeinsam mit Martin Virtel von der Financial Times Deutschland habe ich eine neunteilige Serie konzipiert, in der wir und andere Autoren eine Bestandsaufnahme der Nanotechnik vornehmen. Die Serie erscheint jeden Donnerstag. Bisher sind diese Folgen erschienen:
7.12.2006 - Nanorisiken (nbo)
30.11.2006 - Nano-Mikro-Integration (nbo)
23.11.2006 - Nanomaschinen (nbo)
16.11.2006 - Nanoelektronik (Uta Deffke)
9.11.2006 - Nanomedizin (Kristin Hüttmann)
2.11.2006 - Nanoenergiequellen/Nanosolarzellen (nbo)
26.10.2006 - Nanomaterialien (nbo)
19.10.2006 - Nanostrukturierte Oberflächen (Martin Virtel, Kathleen Spilok)
12.10.2006 - Einführung (nbo, Martin Virtel)
30.11.2006
Die Notwendigkeit einer offenen Nanotechnik
Anlässlich der gestrigen Konferenz "Sustainability in Nanotechnology" auf der NanoSolutions in Köln habe ich meinen Essay "Die Notwendigkeit einer offenen Nanotechnik" hochgeladen, der vor einigen Monaten im Sammelband "Nanotechnologien im Kontext" erschienen ist.
Der Text als PDF.
20.11.2006
Bürgerforum gibt Empfehlungen zur Nanotechnik
Eine vom Bundesinstitut für Risikobewertung initiierte "Verbraucherkonferenz: Nanotechnologie" hat in Berlin im Bundespresseamt ihr Votum an Politiker und Verbraucherschützer übergeben.
Kurzbericht; das Votum im Originaltext.
9.11.2006
"Grüne Nanotechnik" statt dröger Standortlogik
Am Montag hat das Bundesforschungsministerium (BMBF) die Nano-Initiative Aktionsplan 2010 vorgestellt. Darin werden erstmals systematisch sämtliche Programme zu Forschungsförderung, Technologietransfer, Risikobewertung und Öffentlichkeitsarbeit in der Nanotechnik aufgeführt. Was fehlt, ist die große Vision. Mehr...
3.10.2006
Die Ruhe vor dem Sturm
Vor einigen Tagen war ich eingeladen, vor dem ersten deutschen Bürgerforum zum Thema Nanotechnik den Advocatus Diaboli zu spielen: also einige Worte über potenzielle Nanorisiken zu verlieren. Dass dieses vom Bundesinstitut für Risikobewertung initiierte Forum hierzulande stattfindet, kann man nur gutheißen. Es war längst überfällig, nachdem Großbritannien 2005 mit der Nanojury" mit gutem Beispiel vorangegangen war. Dabei war zweierlei bemerkenswert... Mehr...
20.9.2006
Nanopartikel die großen Unbekannten
Für die Entwicklung neuer Materialien sind sie ein Segen: Nanopartikel, also Teilchen aus Kohlenstoff oder Metalloxiden mit einem Durchmesser zwischen einigen und 100 Nanometern. Sie verbessern Kosmetika, ermöglichen neuartige Beschichtungen wie kratzfesten Lack auf Autos und gelten als Kandidaten für bahnbrechende medizinische Verfahren. Toxikologen und Umweltbehörden hingegen bereiten sie zunehmend Kopfzerbrechen, weil sie deutlich reaktionsfreudiger als größere Teilchen sind und in Zellen eindringen können. Auf der NanoRegulation-Konferenz in St. Gallen haben Forscher nun weitere Ergebnisse vorgestellt, die eine systematische Untersuchung und Regulierung der Kleinstteilchen immer dringlicher erscheinen lassen. Mehr...
18.9.2006
Nano 2011
In der vergangenen Woche fand im schweizerischen St. Gallen zum zweiten Mal die Nano-Regulation-Konferenz statt. Erst recht seit dem Zwischenfall mit dem Versiegelungsspray Magic Nano treibt die Nanotech-Gemeinde die Frage um, wie man mit potenziellen Risiken der neuen Technik umgeht. In den Konferenz-Workshops wurde nun die interessante Frage gestellt, wie weit die Nanotechnik 2011 gekommen sein wird und welche Roadmap sich daraus für Risikovorsorge und die Einbindung der Öffentlichkeit ergibt. Aus den vielen konstruktiven Ideen möchte ich hier einmal ein kurzes Positivszenario für 2011 formulieren. Mehr...
8.9.2006
Interview mit Alex Zettl: "NEMS für MEMS"
Der Maschinenbau kommt allmählich im Nanokosmos an. Einer der führenden Forscher auf diesem Gebiet ist der US-Physiker Alex Zettl von der Universität Berkeley. Er hat mit seiner Gruppe in den vergangenen vier Jahren mehrere Nanomaschinenteile konstruiert: einen Nanorotor, ein Nanotransportband, eine Nanohydraulik und einen Nanoresonator aus einem Nanoröhren-Teleskop. Für Technology Review online sprach ich mit Zettl über mögliche Anwendungsmöglichkeiten solcher Prototypen, die Schwierigkeiten in der Konstruktion und die Visionen von Eric Drexler, der vor 20 Jahren eine große Zukunft für Nanomaschinen prophezeite. Zum Interview...
4.9.2006
Nanostraßen für Nanocargo
Auf molekularen Baustellen könnte es bald zugehen wie auf ihren Gegenstücken der Makrowelt - dank eines cleveren Verfahrens, dass Dresdner Forscher entwickelt haben. Mehr...
28.8.2006
Nanofrische für das Fleisch
Der Einsatz der Nanotechnik bei Lebensmitteln steht erst am Anfang, wie eine neue Studie zeigt. Um so besser: Die Lebensmittelindustrie hat noch alle Möglichkeiten, ein Debakel wie beim Genfood zu verhindern. Mehr...
9.8.2006
Interview mit David Tománek: "In der Nanotechnologie gibt es immer Überraschungen"
Der Physiker David Tománek ist einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der rechnerbasierten Nanotechnik und der theoretischen Untersuchung von Kohlenstoff-Nanotubes. Seit 20 Jahren Professor an der Michigan State University, leitet der gebürtige Prager, der an der FU Berlin promovierte, auch die mit dem Supercomputer "Earth Simulator" assoziierte Computational Nanotechnology Group in Tokio. Für Technology Review online sprach mit Tománek über den Einsatz von Supercomputern in der Nanoforschung, wegweisende Erkenntnisse aus theoretischen Modellrechnungen und die Möglichkeiten einer Nanotube-Elektronik.Zum Interview...
4.8.2006
Magnetismus mit atomarer Präzision
Seit Jahren gilt die so genannte Spintronik als eine der möglichen Technologien für leistungsstärkere künftige Rechner. Die Idee dahinter: Die digitale Information wird nicht von den Ladungen der Elektronen in einem Transistor transportiert, sondern von ihrem Spin. Diese häufig auch als Eigendrehimpuls bezeichnete quantenmechanische Eigenschaft von Elementarteilchen ist für deren magnetisches Moment verantwortlich und wird in heutigen Festplatten bereits bei der Speicherung von Daten genutzt. Spintronische Transistoren sind hingegen bislang nicht über das Konzeptstadium hinausgekommen. Was fehlt, ist ein geeignetes magnetisches Halbleitermaterial.
Vielleicht nicht mehr lange dank eines Durchbruchs, den US-Physiker geschafft haben: Sie können den in DVD-Lasern oder Handys genutzten Leistungshalbleiter Galliumarsenid, nachdem er mit Mangan verunreinigt (dotiert) worden ist, erstmals mit atomarer Präzision magnetisieren. Mehr...
27.7.2006
Das Nanofabrik-Programm
Bauen mit Atomen? Pure Sciencefiction, hieß es bislang in der Forschergemeinde. Nun haben die Vertreter der "molekularen Nanotechnologie" ein detailliertes Forschungsprogramm ins Web gestellt - wie es sich für gute Wissenschaft gehört. Mehr...
18.7.2006
Interview mit Bernd Zimmermann: "Wir arbeiten an der intensiven Aufklärung der Verbraucher"
Als im März Kunden des Dichtungsmittels "Magic Nano" nach Gebrauch Vergiftungserscheinungen hatten, war die Aufregung groß: Hatte hier die Nanotechnik ihren ersten Unfall, vor dem Kritiker angesichts nicht existierender Regularien für Nanomaterialien immer gewarnt hatten? In der Nanotech-Szene, aber auch in internationalen Medien wurde der Vorfall nicht ohne Besorgnis kommentiert. Die Kleinmann GmbH im schwäbischen Sonnenbühl, Vertreiber von Magic Nano, nahm das Produkt sofort vom Markt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gab dann Ende Mai Entwarnung: Die in der Sprayform des Reinigungsmittels enthaltenen Aerosole waren für die Vergiftungserscheinungen verantwortlich. Für Technology Review online sprach ich mit Kleinmann-Verkaufsleiter Bernd Zimmermann über die Konsequenzen des Vorfalls. Zum Interview...
4.7.2006
Das vernachlässigte Potenzial der Nanotechnik
Während Nanoelektronik und Nanomedizin in aller Munde sind, fristet die Nanoenergietechnik noch ein Nischendasein. Vielleicht sollte beim nächsten Energiegipfel auch über den jüngsten Coup der kalifornischen Firma Nanosolar geredet werden. Mehr...
27.6.2006
NT ernst genommen
Die Folgenabschätzung der Nanotechnik bekommt endlich Schwung. Hier ist ein kleiner Überblick über Projekte und Reports, die die potenziellen Risiken der neuen Technik analysieren. Mehr...
12.6.2006
Die Nano-Makro-Frage
Die Nanotechnik hat ein großes Ziel: die Verwandlung des Nanokosmos in eine elegante, ausgefeilte Maschinerie. Wie aber integriert man viele Nanobauteile zu komplexeren Makroobjekten? Von der Antwort wird der große Erfolg der Nanotechnik abhängen. Mehr...
2.6.2006
Interview mit Horst Hahn:"Die Deutschen betrachten oft zuerst die Probleme"
Horst Hahn leitet das Institut für Nanotechnologie (INT) am Forschungszentrum Karlsruhe. Der Materialwissenschaftler war auch an der Gründung des Darmstädter Nanotech-Unternehmens SusTech beteiligt. Für Technology Review online sprach ich mit Hahn über Realität und Visionen der Nanoforschung und die Schwierigkeiten bei der industriellen Umsetzung neuer Erkenntnisse. Zum Interview...
11.5.2006
Nano-wie?
Deutsch, heißt es, ist eine sehr präzise Sprache. Sie schreckt nicht vor wahren Wortungetümen zurück, um einen Sachverhalt so eindeutig wie möglich zu beschreiben. Aber offenbar schützt dieser Hang zur Genauigkeit nicht vor Schlampigkeiten. Nanotechnologie ist eine davon. Vor einigen Tagen erst musste ich mir erst wieder sagen lassen, in einem deutschen Ministerium sei man regelrecht in Ohnmacht gefallen, dass ich darauf bestünde, es heiße Nanotechnik. Höchste Zeit für eine Klärung denn es handelt sich hierbei mitnichten um eine Geschmacksfrage. Mehr...
9.5.2006
Biomaschinenbau
Eine Forschergruppe hat Kolibakterien mit einem reduzierten Genom erzeugt - ein weiteres Beispiel für die neue Forschungsrichtung der Synthetischen Biologie, die Bionanotechnik und Ingenieurskunst zu ganz neuen Maschinen kombinieren will. Mehr...
8.5.2006
Der unsichtbare Drexler
Ist die Vision von der molekularen Fabrik mächtiger und verbreiteter, als unter Nanoforschern zugegeben wird? Mehr...
5.5.2006
Nanomedizin für alle
Während hierzulande heftig über die Gesundheitreform und die überbordenden Kosten der Medizintechnik gestritten wird, sollten wir uns jetzt schon Gedanken machen, wie die Nanomedizin unser Gesundheitssystem verändern soll. Mehr...
4.5.2006
Molekulare Präzision mit Tempo
20 Jahre ist das Kraftmikroskop nun schon alt, und doch sind die Anwendungsmöglichkeiten dieses ungemein wichtigen Nanowerkzeugs offenbar noch nicht ausgereizt. Physiker am IBM-Forschungszentrum Almaden in Kalifornien haben jetzt ein Verfahren entwickelt, bei dem sich mit Hilfes eines Kraftmikroskops Moleküle in Sekundenbruchteilen sortieren oder mit bislang nicht gekannter Präzision auf einer Oberfläche deponieren lassen. Die neue Anwendung könnte sowohl in der Biotechnik als auch in der Nanoelektronikfertigung eingesetzt werden. Mehr...
20.4.2006
Interview mit Robert Freitas: "Die Medizin wird digital"
In mehreren Büchern hat der amerikanische Ingenieur Eric Drexler seit den achtziger Jahren das Konzept einer Molekularen Nanotechnologie entworfen. Ihr Kernstück: winzige autonome Nanoroboter, die einzelne Atome und Moleküle greifen und platzieren können. Während sich Drexler von der Idee der Nanoroboter distanziert hat, arbeitet der US-Technologe Robert Freitas weiterhin daran, diese eines Tages als medizinische Werkzeuge einzusetzen. Für Technology Review online sprach ich mit Freitas über Nanomedizin und den Stand der Molekularen Nanotechnologie. Zum Interview...
20.3.2006
Abgründe der Bionanotechnik
Der Unfall beim Test des Medikaments TGN1412 ist nicht nur eine Steilvorlage für die Konstruktion neuer B-Waffen. Er zeigt auch: Das molekulare Verständnis der komplexen Maschine "Mensch" ist ziemlich unzureichend. Aber es gibt einen Ausweg. Mehr...
15.3.2006
Nano inside
Das Woodrow Wilson Center hat die erste Online-Datenbank für nanotechnisch verbesserte Produkte gestartet: das "Nanotechnology Consumer Products Inventory". Mehr...
11.3.2006
Das Post-Silizium-Zeitalter
Beim Zukunftsforum Information des Forschungszentrums Jülich auf der CeBIT wurden Möglichkeiten und Perspektiven der Nanoelektronik diskutiert. Eine Bestandsaufnahme. Mehr...
9.3.2006
Abschied vom Nanohype
So aufregend die Entwicklungen in der Nanotechnik sind, in den vergangenen drei Jahren ist sie vor allem eine großartige Projektionsfläche gewesen: für Untergangsszenarien wie Michael Crichtons Thriller "Beute", für eine zweite industrielle Revolution, die alle Menschheitsprobleme lösen soll, oder für den nächsten Börsenboom, der die goldenen Jahre der New Economy zurückbringen kann. Flugs wurden auch schon mal Firmennamen umetikettiert und zweifelhafte Nano-Börsenindizes aufgelegt.
Eine Studie der britischen Marktforscher von Cientifica lässt nun gehörig Luft ab aus dem Hype: Vom gesamten Venture-Capital-Kuchen in Nordamerika gingen im vergangenen Jahr ganze 0,148 Prozent in junge Nanotech-Unternehmen 375 Millionen Dollar. Mehr nicht. In Europa ist gar nur ein Siebtel dieser Summe an Startups geflossen. Die Cientifica-Autoren fassen die Stimmung denn auch so zusammen: "Don't Invest in N
Damit haben die Wagniskapitalisten gezeigt, dass sie den Charakter der Nanotechnik besser durchschauen als viele Sonntagsredner des Gebietes. Denn wir haben es hier nicht mit einer neuen Technologie zu tun womöglich einer "Nanotechnologie" , die tolle molekulare Produkte hervorbringt, sondern mit einer Umwälzung der Technik an sich. Und die findet in sämtlichen Branchen und Forschungsbereichen statt. Überall werden derzeit die Vorteile von Nanoeffekten und nanostrukturierten Materialien entdeckt.
Ich behaupte sogar, dass in zwanzig Jahren der Zusatz "nano" verschwunden sein wird. Wir reden heute auch nicht mehr von "EDV-basierten" Lösungen, denn es ist längst selbstverständlich geworden, dass jede Produktion, jede Dienstleistung Computer nutzt. Ebenso wird Technik irgendwann automatisch Nanotechnik meinen, weil ihre Verfahren und Materialien überall zum Einsatz kommen werden. Man erkennt dies sofort, wenn man die jüngste Klassifizierung des britischen Engineering and Physical Science Research Council anschaut. Sie unterscheidet elf Felder, in denen wir viele alte Bekannte wiederfinden: Messtechnik, Biotechnik, Chemie, Medizin oder Toxikologie, die sich nun alle in den Nanokosmos vorarbeiten. Deshalb gibt es auch keinen Nanotechmarkt nur Märkte, in denen zunehmend nanotechnisch optimierte Produkte auftauchen. Das ist der entscheidende Unterschied zur New Economy der Webanwendungen. Die Geschichte wiederholt sich nicht.
21.2.2006
Warnung vor dem Nanorüstungswettlauf
Die Nanotechnik verspricht nicht nur eine "zweite industrielle Revolution". Der Physiker und Rüstungskontrollexperte Jürgen Altmann sieht in der Technik im molekularen Maßstab auch den Nährboden für den nächsten Rüstungswettlauf. Mehr...
3.2.2006
Die Taschenbuch-Ausgabe ist draußen:
mit Index, Chronologie und einigen Aktualisierungen.
Ältere Einträge
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Nanotechnik ist kein Hype, sondern eine neue Stufe der Technik überhaupt, die erstmals gezielt in atomare und molekulare Dimensionen vordringt.
"Alles Nano?!" erklärt die Technik des 21. Jahrhunderts.
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